Das angewandte Design Thinking

Probleme lösen, Kundenorientierung par Excellence

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Design Thinking

Was ist Design Thinking?

Design Thinking ist eine der bekanntesten agilen Methoden. Ferner beschreibt es einen gewissen Prozess, um neue Ideen, Produkte, Dienstleistungen oder Problemlösungen zu entwickeln. Der Design Thinking Prozess wird in der Regel im Team (Teamarbeit) durchgeführt. Charakteristisch und im Fokus ist dabei, dass diese Entwicklung von neuen Lösungen stets aus Nutzersicht/Kundensicht/Anwendersicht geschieht. Ergo, sein spezifischen Bedarf steht im Mittelpunkt des Entwicklungsprozesses. (Quelle)

Woher kommt Design Thinking?

Entstanden ist das Design Thinking in der IT-Innovation, ferner bei einer US-Amerikanischen Innovations-Beratung. Anfang der 2000er Jahre wurde diese Methode in Universitäten und Instituten im Gebiet des Silicon Valley (USA) gelehrt und praktiziert. Mittlerweile findet die Design Thinking Methode auch in Europa immer öfter Anwendung und Beliebtheit. (Quelle)

Die Idee hinter dem Design Thinking Prozess

Die grundlegende Ideologie hinter dem Design Thinking besagt, dass wir diese neuen Ideen oder Produkte/Leistungen am Nutzer-orientiertesten entwickeln, wenn wir…

  1. in diversen/bunten Teams arbeiten
  2. in einem „Kreativitäts-fördernden“ Umfeld arbeiten
  3. den Nutzer/Kunden-Bedarf genau analysieren

1. Diverse Teams im Design Thinking

Durch eine Diversität im Design Thinking-Team erfährt das Team einen enormen Zuwachs an Know-How und Expertise. Diversität kann in diesem Fall die sowohl fachliche Diversität, als auch demographische oder ethisch/kulturelle Diversität der Team-Mitglieder bedeuten. Durch diese verschiedenen Blickwinkel wird dem Team deutlich mehr Kreativität und Potenzial zur Verfügung gestellt, als es bei homogenen Teams der Fall wäre.

Das Gehirn – agile Neuronen-Netzwerke

2. Kreatives Arbeitsumfeld im Design Thinking

Damit die Kreativität des Teams seine volle Entfaltung findet, ist es wichtig, dass die Zusammenarbeit in dynamischen und „freien“ (nicht einengenden) Räumlichkeiten oder Umfelder stattfindet. Kreative Prozesse bedürfen einem entspannenden Umfeld. Gerade dann, wenn wir es im Team mit „sich fremden“ Individuen zu tun haben. Aus der Neurologie und Sozio-Psychologie wissen wir mittlerweile, wie wichtig diese Faktoren für den modernen Kreationismus sind. (siehe Quelle)

3. Nutzer/Kunden-Bedarf genau analysieren

Die zentrale Herausforderung der Design Thinking Methode ist es, den exakten Bedarf des Nutzer zu erkennen. Je genauer dieser analysiert wird, desto einfacher gestaltet sich der Ideen-Findungs-Prozess und desto schneller kann der Design Thinking Prozess abgeschlossen werden.

Theorie und Praxis – Design Thinking in Mitteleuropa

Wie bei allen agilen Methoden erleben wir auch beim Design Thinking eine Lücke zwischen der Theorie und der Praxis. So gut diese Idee und der Prozess in den USA und vor allem im Silicon Valley funktionieren mag und die Erfolge und Effekte für sich sprechen, so oberflächlich zeigt sich doch die Anwendung in Mitteleuropa.


Die Design Thinking Praxis in den USA

Wenn wir uns den Design Thinking Prozess ansehen, wie er original im Silicon Valley

5-Step-Design-Thinking

praktiziert wird/wurde, stellen wir fest, dass wir dort einen 5-Step-Process erleben (siehe Bild). In den ersten beiden Steps (Beobachten und Empathie entwickeln, sowie Problem verstehen) wird der Fokus sehr stark auf den Nutzer und seinen Bedarf gelegt.
Dort wird die Hauptleistung der Design Thinking Methode vollbracht. Denn nur, wenn genau verstanden wird, was der Nutzer wirklich möchte und welchen Bedarf er tatsächlich hat, kann auch eine passende Lösung für genau dieses spezifische Problem entwickelt werden.
Die Crux daran: Nutzer (und Menschen im Allgemein) können seltenst auf Anhieb erklären was deren Bedarf und Wunsch ist.
„Wenn ich die Menschen gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt schnellere Pferde.“ (Henry Ford) Zitat
Für uns Design Thinker bedeutet dies, dass wir bei der genauen Analyse der tatsächlichen Bedarfs genauer hinschauen und intensiver „graben“ müssen. Dafür benötigen wir nicht nur eine ordentliche Portion Empathie, Wissen um die menschliche Psyche, sondern ebenso viel Verständnis und analytisches Denken, wenn wir unseren Nutzer und sein Verhalten beobachten.
Denn darum geht es. Durch das Beobachten von Verhaltensweisen und das Hineinversetzen in den Bedarf des Nutzers, können wir diesen erkennen und verstehen lernen. Im Grunde nichts anderes als das 1×1 der Psychologie (Erleben & Verhalten).
Mit dieser zwischenmenschlichen Interaktion scheinen die Entwickler und Designer im Areal des Silicon Valley und den restlichen USA wenig Schwierigkeiten zu haben.
Wir Europäer aber schon!


Design Thinking in Mitteleuropa ist zu oberflächlich

Denn in der Praxis fällt immer wieder auf, dass die Design Thinking Methode in Mitteleuropa bei vielen Unternehmen (vor allem Start Ups) nicht so erfolgreich ist, wie bei den Nachbarn in Über-See. Zumal es kein Geheimnis ist, dass die Amerikanischen Kollegen Meister in Innovation und Kundenorientierung sind.
Das Problem in Europa ist die zu oberflächliche Anwendung der Design Thinking Methode. Ersichtlich wird dies meist in der oben erwähnten Analyse des exakten Nutzer-Bedarfs. Es fehlt am psychologischen Grundverständnis und der simplen zwischenmenschlichen Empathie.
‚Wenn die Deutschen Maschinen bedienen, glänzen ihre Augen, wenn sie Menschen dienen, stehen ihnen die Haare zu Berge.‘ (Minoru Tominaga) Zitat

Sozio-kultureller Unterschied USA vs. Mitteleuropa

Warum das so ist, erklärt uns der sozio-kulturelle Vergleich links und rechts des Atlantiks. Während die Mitteleuropäische Wirtschaft sich stets mit der Industrie, technischer Produktion und Ingenieurs-Leistungen punkten konnte, spezialisierte sich die Amerikanische Ökonomie zunehmend auf den Bereich der Dienstleistungen. Ergo, die Amerikaner wurden zu guten Verkäufern – somit zu Menschenkennern.
Während in Mitteleuropa viel wert auf Ordnung, Struktur, starre Prozesse gelegt wurde, bot das Amerikanische System – mit seiner freiheitlichen und liberalen Ordnung – den Unternehmern und „Verkäufern“ viel Raum zur kreativen Entwicklung. Eine sozio-kulturelle und sozio-ökonomische Tatsache, welche sich durchaus auch in der offenen multikulturellen Mentalität der US-Bürger bemerkbar macht. Eine historisch gewachsene gesellschaftliche Haltung.
Übertragen wir dieses soziologische Phänomen auf einen inner-europäischen Vergleich, so zeigt sich ähnliches mit der Schweiz. Eine Nation, welche nun mehrmals in Folge zum innovativsten Land der Welt gekürt wurde (Quelle). Eine erfolgreiche Volkswirtschaft, dessen liberales, freiheitliches und multikulturelles System durchaus mit der amerikanischen Sozio-Ökonomie zu vergleichen ist.
Nun wird der ein oder andere diesen Vergleich unpassend finden, da Teams und Volkwirtschaften nicht so einfach miteinander zu vergleichen sind.
Stimmt nicht. Diese soziologischen Phänomene sind absolut fraktal-periodisch skalierbar. Prof. Dr. James S. Coleman und andere Soziologen haben diese Zusammenhänge unlängst bewiesen und erforscht. (Quelle)
Dabei gilt natürlich: Nicht alle über einen Kamm scheren – Es geht um ein Gesamtbild.

Der angewandte Design Thinking Prozess für Mitteleuropa

Aufgrund dieser Tatsache empfiehlt sich für Mitteleuropa eine angepasste Variante des Design Thinking Prozesses.

Hier wir direkt ersichtlich, das der Stufe Empathie entwickeln der entscheidende Schritt Sympathie aufbauen vorangesetzt wurde.


Was hat es damit auf sich?

Aus der Sozio-Psychologie wissen wir, dass sich unser Gegenüber durch positive Zuwendung (Sympathie)…1. Öffnet und sich zugänglicher macht2. Wir als Sympathie-Initiatoren uns dem Sympathie-Empfänger angleichen. Und exakt dies ist somit der entscheidende Türöffner, um dann in den zweiten Schritt überzugehen (Empathie entwickeln). Denn dort fällt uns das Beobachten des Nutzer-Verhaltens umso leichter.


Der angewandte Design Thinking Prozess
1. Sympathie aufbauen

In der ersten Phase des Design Thinking Prozesses besteht die Herausforderung darin, sich mit dem Nutzer/Kunden/Anwender zu sympathisieren. Idealerweise besteht die Möglichkeit einer realen sozialen Interaktion und Kommunikation des Nutzer, bzw. eines Nutzer-Vertreters. Ziel ist es, zum einen beim Gegenüber eine Offenheit und offene Haltung zu erreichen und zum anderen durch diese positive soziale Interaktion einen „Gleichklang“ zu erzeugen. Durch positive Zuwendung gegenüber Nutzer/Kunde wird diese Offenheit erzeugt und es fällt dem Nutzer/Kunden/Anwender deutlich leichter, notwendige Informationen (bezüglich seines Bedarfes) zu äussern und diesen selbst zu reflektieren. Ebenso wird der Sympathie-Initiator (Sender) ein positives Feedback erhalten, welches Ihn wiederum öffnet und zur Reflexion anregt.


2. Empathie entwickeln

Im zweiten Schritt geht es darum, das Verhalten des Nutzers/Anwenders/Kunden genau zu verstehen. Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge sind dabei genau zu identifizieren und zu analysieren. Gesetz der Tatsache, dass der eigentliche Bedarf in den wenigstens Fällen offensichtlich ist und daher gezielt hinterfragt werden soll.


3. Problem verstehen

Im dritten Schritt werden die gewonnenen Ergebnisse aus Schritt zwei zusammengefasst und „das Problem“ des Nutzers/Kunden statuiert. Somit wird der tatsächliche Bedarf und spezifische Nutzen festgelegt. Damit steht die Basis für die eigentliche Lösungsfindung.


4. Lösung kreieren

Da der Bedarf somit genau definiert wurde, beginnt nun im „diversen Team“ die kreative Ideen-Findung, welche zur exakten Lösung des Problems führen soll. Hierbei empfiehlt sich vor allem eine agile Rollenverteilung, welche volles Potenzial diverser kreativer Köpfe entfalten lässt. In dieser Phase gilt jedoch: Kreativität – Mut zur Verrücktheit.


5. Prototyp entwickeln

In Schritt Nr. 5 geht es nun darum, die vorerst „passendste“ Idee zu wählen, auszuarbeiten und zur Vollendung zu entwickeln. Prototyp.


6. Testen und Reaktion beobachten

Im letzten Schritt des Design Thinking Prozesses, geht es darum die entwickelte Lösung zu ertesten oder direkt dem Nutzer/Kunden zum Test vorzuführen. Wichtig auch hierbei:

1. Verhalten des Nutzers beobachten

2. Direkte Meinung und Feedback-Informationen sammeln und verarbeiten


Generelle Grundsätze der angewandten Design Thinking Methode


1. Die agile Team-Struktur

Der Design Thinking Prozess ist grundsätzlich immer (egal bei welcher Phase) im Team-Kontext zu betrachten. Durch die agile Team-Struktur werden hierdurch die Potenziale der Diversität nicht nur in der kreativen Phase der Ideen-Findung genutzt, sondern auch bereits in den Schritten der Analyse.


2. Prozess-Dynamik des Design Thinking

Ein wesentlicher Grundsatz im Design Thinking ist, dass die einzelnen Schritte und Phasen nicht starr in Abfolge betrachtet werden sollen. So kann der Design Thinking Prozess auch immer wiederholt werden oder einzelne Phasen erneut reflektiert werden.

Design Thinking Ausbildung

Mehr Informationenhttps://www.agilitaetskonform.com/designthinkingkurs

Ein Kommentar zu “Das angewandte Design Thinking

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